Ziele

Die Ziele des R.DA sind es, die Angehörigen der Freien Stadt Danzig und ihre Nachkommen auf wirtschaftlichem, sozialem und – wo zweckmässig oder notwendig – auch kulturellem Gebiet zu fördern, um ihren Wohlstand zu mehren und ihre eigenständige Identität als freistädtische Danziger aufrecht zu erhalten.

Dieses Förderungsangebot bezweckt die Pflege der Integrität der freistädtischen Danziger Gemeinschaft als eigenständiger, selbstbestimmender nationaler Körperschaft, innerhalb von, sowie im harmonischen Einklang mit, Gemeinschaften, Volkswirtschaften und Rechtsordnungen von Staaten, auf deren Gebieten unsere Angehörigen ansässig sind.

Der Grund für diese Bestrebungen liegt darin, dass unsere Angehörigen und Vorfahren in Folge des zweiten Weltkrieges, namentlich der völkerrechtswidrigen Annexion des Gebietes der Freien Stadt Danzig durch das damals nationalsozialistische Regime in Deutschland, gezwungen wurden, unser zusammenhängendes Heimatgebiet zu verlassen. Zur neuen Heimat wurden überwiegend andere kulturell verwandte, deutschsprachige Länder, wie Deutschland, Luxemburg, Österreich oder die Schweiz. Eine kulturelle Verwandschaft bringt grosse Vorteile bei der Integration mit sich, jedoch auch das Risiko der Assimilation, das heisst des vollständigen Aufgehens in der neuen Gesellschaft unter Aufgabe der ursprünglichen Identität.

Das Aufgeben des gesellschaftlichen Bewusstseins jedoch gefährdet die Nachhaltigkeit der kulturellen Vielfalt unter mit- und nebeneinander lebenden Völkern und kann zu ernsthaften negativen Konsequenzen und interkulturellen Spannungen in den nationalen Gesellschaften führen, was in Europa besonders seit den 1990er Jahren allgegenwärtig und deutlich zu spüren ist. Die Leitpolitik des R.DA geht also dahin, für die freistädtischen Danziger Angehörigen die aller vorteilhaftesten wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen eines selbstbestimmenden und selbstverwaltenden Gemeinschaftslebens zu schaffen, die in ihren Wohnsitzstaaten – vor allem im Europäischen Wirtschaftsraum sowie in den USA, Kanada und Australien – maximal nur möglich sind.

Von der Weltvölkergemeinschaft 1919 offiziell wiedererrichtet (nach Preussen-Pausen 1792-1807 und 1814-1919) und garantiert, wird das Thema der Freien Stadt Danzig seit Hitlers und Stalins Annexionen 1939/45 heute von der internationalen Politik bedauerlicherweise ignoriert; so bedingt scheint unsere Staats- und Gemeinschaftsorganisation auf sich allein gestellt zu sein und kann sich nur ortsungebunden selbstverwalten. Uns liegt viel an der Aussöhnung mit den heutigen Bewohnern unserer Heimat. Diese Aussöhnung wird je realistischer, je ehrlicher und selbstkritischer man sich selbst und der eigenen Volksgeschichte gegenüber, bereit ist, zu werden. Ein Stein im Wege dieser “vollkommenen” Aussöhnung scheint aber auch einer Art “Urangst” der heutigen Menschen unserer Danziger Heimat zu liegen, und zwar immer noch von einer befürchteten “Liegenschaften Revision” – ein Gefühl der Unsicherheit. Diese Angst ist unbegründet, denn für die Annexion unserer Heimat 1939 und für die daraus resultierenden entsetzlichen Folgen, können die neuen Besitzer nichts, und nach sovielen Jahrzehnten und Generationen ist natürlich auch ihr Heimatrecht in den Danziger Städten und Landkreisen geschützt, und wird von uns respektiert.

Wie jede Nation, so hat auch die Danziger Gemeinschaft den natürlichen Selbsterhaltungswillen als kulturell, ökonomisch und politisch eigenständige Staatskörperschaft. Es gibt nicht mehr viele Familienangehörige, die die Freie Stadt Danzig von vor 1939 als Erwachsene erlebten; aber genug von ihnen sensibilisierten zur rechten Zeit ihre Nachkommen – die nunmehr tragende Säule der Danziger freistädtischen Gemeinschaft – auf die Bewahrung der 1920 den Danzigern wieder verbrieften Eigenständigkeit und eigener Staatsangehörigkeit. Eine positiv heimatbezogene Grundeinstellung wird bei allen Völkern der Welt, ausser Deutschland und Österreich, als ganz gesund und natürlich angesehen. In Deutschland und Österreich aber haben heimatbezogene Begriffe bedauerlicherweise in der Regel keine positiven Konnotationen mehr.