R.DA & V.DA (Vertretung)

Der ‘Rat der Danziger’, abgekürzt “R.DA”, ist der derzeit 7-köpfige Parlament-Ersatz des bis 31.8.1939 handlungsfähigen Parlments der Freien Stadt Danzig (= 1919-39: Volkstag, 1939: 72 Mitglieder). Die ‘Vertretung der Freien Stadt Danzig’, abgekürzt ‘V.DA’, ist der derzeit 2-köpfige Regierungs-Ersatz der Freien Stadt Danzig (= 1919-39: Senat, 1939: 8 Mitglieder). Beide Exileinrichtungen nehmen – soweit ein Tätigwerden möglich ist – öffentliche Aufgaben zu Gunsten der Staatsbürger der Freien Stadt Danzig und ihrer Nachkommen wahr. Einzelheiten über diese Aufgaben, siehe “Ziele” (hier klicken). Mehr über das Selbstverständnis der Exileinrichtungen, siehe “Philosophie” (hier klicken).

WAHL-PROZEDERE R.DA (RAT=”PARMALENT”): pro 7’000 erreichbare Staatsbürger der Freien Stadt Danzig bzw. Nachkommen werden alle 4 Jahre 7 R.DA.Mitglieder gewählt, pro jede weiteren 7’000 Staatsbürger der Freien Stadt Danzig bzw. Nachkommen wird zusätzlich je 1 weiteres R.DA.Mitglied gewählt. Da die Anzahl der erreichbaren Staatsbürger der Freien Stadt Danzig bzw. Nachkommen derzeit unter 7’000 liegt, bleibt es also vorerst bei 7 R.DA-Mitgliedern. Ein Jahr vor dem regulären Ende der laufenden Wahlperiode des R.DA wird vorerst zu Bildung eines Wahlausschusses aufgerufen. Dieser Wahlausschuss ruft spätestens ein Vierteljahr später zur Abgabe von Kandidaturen für den nächsten R.DA auf, und veröffentlicht spätenstens ein weiteres Viertljahr später die Kandidatenliste. Spätestens ein Vierteljahr später und mindestens zwei Monate vor dem Urnenwahl-Wochenende beginnt die Briefwahl durch Veröffentlichung bzw. Versand der Stimmzettel; am Tag vor dem vor dem Urnenwahl-Wochenende werden die Briefwahl-Eingänge nur nach Absendern (NICHT nach Inhalt d.h. abgegebenen Stimmen!) in eine Liste gültiger und ungültiger Briefwahl-Abgaben vorsortiert. Am Urnenwahl-Wochenende hilft diese Liste, Doppelstimmen zu vermeiden. Die am Ende des Urnenwahl-Wochenendes ermittelten Stimmen-Verhältnisse ergeben mit den 7 Kandidaten mit den höchsten Zahlen an Stimmen den neuen R.DA, dessen Geschäftszeit ab dem Datum der Konstituierung stattzufindet.

WAHL-PROZEDERE V.DA (VERTRETUNG=”EXEKUTIVE”): der R.DA sollte sich binnen eines Monats, und muss sich binnen eines Vierteljahres nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse konstituieren, um z.B. die Leitpolitik der neuen Wahlperiode zu beschliessen, Fach-Zuständigkeiten untereinander aufzuteilen, und um die V.DA, d.h. die “Exekutive”, zu wählen. Pro “beginnende” fünf (5) R.DA-Mitglieder wählt der R.DA je ein (1) Mitglied der V.DA, d.h. seiner Exekutive, des “ausführenden Organs”. Beispiel: bei 6 bis 10 R.DA-Mitgliedern – 2 V.DA-Mitglieder, bei 11 bis 15 R.DA-Mitgliedern – 3 V.DA-Mitglieder etc. Die Amtszeit der V.DA-Mitglieder ist identisch mit der Amtszeit des R.DA (also i.d.R. vier Jahre). Der R.DA kann die V.DA mit seiner Stimmenmehrheit, oder auf Verlangen eines repräsentativen Teil des Wahlvolks, jederzeit neu wählen.

WARUM IM EXIL? Die Freistädtische Danziger Staatsverwaltung ist durch die völkerrechtswidrigen historischen Ereignisse von 1939 und 1945 von allesamt fremden Staaten und gegen den Willen der Danziger Bevölkerung, letzlich durch Vertreibungen und Enteignungen, gezwungen worden, sich ab 1945 im ausländischen Exil zu organisieren. Nahezu die gesamte Bevölkerung der Freien Stadt Danzig ist während des 2. Weltkrieges ab März 1945, und fast abschliessend bis Ende Juli 1945, völkerrechtswidrig vertrieben worden. Das danach für 1945 bis 1990 folgende kommunistische Regime der neuen territoriellen Verwaltung sowie der sog. “kalte Krieg” verhinderten die Rückkehr mehrerer Generationen.