Änderungen im „Museum des Zweiten Weltkrieges“ in Danzig geplant

Das „Museum des Zweiten Weltkrieges“ (PL: Muzeum II Wojny Światowej) in Danzig wurde nach ca. achtjähriger Planungs- und Bauzeit am 23. März 2017 offiziell eröffnet. Bereits nach zwei Wochen wurde das eigenständige Museum mit dem in Gründung befindlichen Westerplatte-Museum zusammengelegt.

Aufgrund politischer Wende in Polen hat der neue polnische Kulturminister Piotr Gliński (von der Partei PiS) den bisherigen Museumsdirektor Paweł Machcewicz abberufen und einen neuen Leiter, den als “PiS-parteitreu” geltenden, Historiker Karol Nawrocki eingesetzt. Nun soll der Charakter der Museumsausstellungen u.a. deutlicher die heroische STellung des polnischen Volkes im 2. WK exponieren, mehr auf sowjetische Verbrechen hinweisen, die Hilfsbereitschaft der polnischen Menschen gegenüber sich versteckenden Juden udn anderen Verfolgten des Nationalsozialismus unterstreichen usw.

Die bisherige Leitung wies desöfteren darauf hin, dass die strittige Dauerausstellung 55 Mio. PLN (ca. 14 Mio EUR) gekostet habe, mit Urheberrecht geschützt sei, und deshalb nicht partiell verändert werden darf – oder wenn, dann komplett. Gliński kündigte damit zusammenhängend Rechtsstreitigkeiten in dieser Angelegenheit an.