Selbstbestimmung & Eigenständigkeit

Mit den Schlagwörtern Selbstbestimmung & Eigenständigkeit setzt sich unser am 10. Mai 1947 gebildete und stets demokratisch gewählte R.DA nunmehr im 70. Jahr für u.a. sozial-wirtschaftliche und gesellschaftlich-kulturelle Belange der freistädtischen Danziger Gemeinschaft ein. Mit diesen Bestrebungen und Zielen unserer aufgeschlossenen, souveränen Gemeinschaft, grüsst Sie der gewählte Rat der Danziger der X. Wahlperiode (= R.DA) recht herzlich. Konstituiert hatte sich der R.DA ursprünglich ca. 1 Monat nach seiner Bildung, nämlich am 17. Juni 1947, im vom Landsmann Dr. Norbert Sternfeld in Lübeck geführten Notariat.

Seit über 70 Jahren halten die freistädtischen Danziger Exil-Organe, der R.DA und sein Exekutivausschuss, die V.DA (= Vertretung der Freien Stadt Danzig), das Danziger Völkerrechtssubjekt in Notorganisation im Exil am Leben, und gegenüber den VN/UN als fortwährenden Existenzanspruch sowie als Aufforderung zur gemeinsamen Lösungsfindung, aufrecht. Wir danken allen Angehörigen für ihre Mitwirkung an unserem freistädtischen Gemeinschafts-, Wirtschafts- und Sozialwesen, durch persönliche und wirtschaftliche Beiträge sowie Teilnahme an den Wahlen, über 7 Jahrzehnte lang. Auch den “nur” Interessierten der Besucher dieses Online-Auftritts danken wir, dass sie sich die Zeit nehmen, uns zumindest auf diesem Weg etwas kennen zu lernen. Definition zuvor: freistädtische Danziger sind, “salopp” erklärt: Alle, die einen Eltern- oder Grosselternteil mit freistädtischem Danziger Pass hatten – gleich, welchen Volkstums & Religion.

Das R.DA-Gremium wird i.d.R. alle 4 Jahre in weltweiter Urwahl von freistädtischen Danzigern + Nachfahren ab 20, für die Wahrnehmung u.a. folgender Aufgabe gewählt: messbare und verwendbare Dienste aller Art an seine weltweit domizilierten Repräsentierten, zur Förderung ihrer u.a. wirtschaftlichen, organisatorischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse. Der R.DA muss mit allen vertretbaren Mitteln das Ziel verfolgen, den Wohlstand der freistädtischen Danziger zu mehren, sowie deren Nationalbewusstsein und gemeinschaftliche Eigenständigkeit aufrecht zu erhalten und zu pflegen. Nicht zuletzt, weil die freistädtischen Danziger seit 1945 auch ‘gezwungen’ wurden, ausserhalb ihres ursprünglichen Heimatlandes zu ziehen, legen wir Wert darauf, dass sie in jeder Gesellschaft, ganz gleich wo sie neu sesshaft geworden sind, sich zum Einen selbst gut zurecht finden, zum Anderen ihre Mitmenschen mit vorbildlichem Auftreten und Respekt begegnen.

Mit ersten Meilensteinen von 1945, der offiziellen Bildung von 1947, und nachfolgend 1951 bis heute stets demokratisch und weltweit durchgeführten Wahlen, hat der R.DA allein im Exil über 70 Jahre Organisationserfahrung. Er ist gewählter und legitimer Nachfolger freistädtischer Parlamente – der Danziger Volkstage. Was auch immer Sie über die Freie Stadt Danzig als Kleinstaat hörten: er ist nicht 1919 etwa erst und “künstlich” entstanden, sondern existierte bereits 1454-1793 und 1807-15 real, sogar mit Gebietsexklaven (z.B. Halbinsel Hela).

Unser Staat hatte, wie Luxemburg, Österreich oder die Schweiz, immer ganz überwiegend deutschsprachige Bevölkerung. Unsere Bevölkerungszahl war höher, als jene der heutigen EWR-Republik Island. Das Gebiet der Freien Stadt Danzig war zuletzt fast gleichgross mit der heutigen EU-Republik Luxemburg, oder anders ausgedrückt, 3mal grösser, als der heutigen Republik Singapur. Auf diesem Heimatgebiet leben seit 1945 in mehreren Folgegenerationen neu angesiedelte Menschen. Ihnen mussten unsere Vorfahren in Folge des Krieges “Platz machen”; ganz gleich, wie man rückblickend darüber “rechtlich” und “moralisch” urteilt – nach derartigem Zeitablauf ist das Heimatrecht auch dieser Menschen auf unserem Gebiet völkerrechtlich geschützt. Das stellt den R.DA vor die schwierige diplomatische Aufgabe, zusammen mit der Völkergemeinschaft eine für alle Beteiligten akzeptable und nachhaltige Lösung der freistädtischen Danziger Frage, evtl. einschl. eines souveränen Siedlungskonzeptes, zu finden.